Teppichboden

Foto Teppichboden

Teppichboden – Pixabay

Die Beschaffenheit der Oberfläche des Untergrunds und die Art der Verlegung entscheidet unter anderem darüber, ob und wie gut ein Teppichboden haltbar ist. Teppichboden, der als Schlingenware bezeichnet wird, erkennt man am Wollfaden, der auf der Rückseite des Trägergewebes eine Schlinge aufweist, während Velours eine eher samtige Oberfläche hat, die durch das Aufschneiden der Schlingen auf der Vorderseite entsteht. Werden beide Verarbeitungen miteinander kombiniert, entsteht der sogenannte Schlingen-Velours-Effekt. Bei dieser Art von Bodenbelag werden einige, aber nicht alle, Schlingen auf der Vorderseite aufgeschnitten. Da einige Schlingen aufgetrennt werden, andere aber nicht, entsteht ein gewisser „3-D-Effekt“. Der Schnittflor von Samt zeigt eine weiche, dichte Oberfläche – die Florrichtung ist eindeutig erkennbar. Wenn ein Teppichboden aus Velours beschritten wird zeichnen sich die Fußabdrücke klar ab, was durch einen bestimmten Schattenwurf in der Struktur hervorgerufen wird. Velours sollte nur für wenig genutzte Räume wie Schlaf- und/oder Wohnräume verwendet werden.

Ein Tweedboden wird doppelt, und zwar mit einer Stützschlinge, gearbeitet. Das ist bei langflorigen Teppichböden wie z.B. Berber, notwendig. Auch bei Catloop, dessen Material thermofixiert ist, ist mit einer Stützschlinge ausgestattet. Nadelfilz, es wird auch Nadelvlies genannt, zeichnet sich durch eine geschlossene, harte Oberfläche aus und weist eine sehr raue Struktur auf. Bei dieser Belagsform werden Faservliese oder feine Synthetikfasern, auch Tierhar und Zelluose über mit Widerhaken versehene Nadeln in ein Grundgewebe eingenadelt. Dadurch verschlingen sich die Einzelfasern zu einer festen Oberfläche. Auf der Rückseite ist in der Regel eine steife Rückenschicht zu finden, die meist aus PVC gemacht ist. Der strapazierfähige Twist, ein elastisches und strukturiertes Teppichgewebe, wird aus einem vorab gezwirnten Garn gefertigt.

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