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Fassadendämmung mit Styroporplatten – JA oder NEIN?

Dämmung mit Styropor - Pixabay

Die aus Polystyrolschaum bestehenden Styroporplatten werden auch als EPS-Dämmung bezeichnet, und werden aus einem Erdöl-Raffinierie-Produkt hergestellt.

Diese Platten werden bevorzugt zur Fassaden-Dämmung eingesetzt, da sie das kostengünstigste Produkt auf dem Markt darstellen. Auch als Kerndämmung in zweischaligen Wänden oder als Perimeterdämmung werden sie verwendet.

Vorteile der EPS-Dämmung

  • Mit seiner Wärmeleitfähigkeit von 0,035-0,045 W/ (m K) verfügt das Material über ein gutes Wärmedämmvermögen und ist daher für die Außendämmung bevorzugt verwendbar.
  • Auch bei Feuchtigkeit behält der Werkstoff seine Wärmedämmbarkeit
  • Das Material ist schwer entflammbar und unterliegt somit auch der Gebäudebrandschutzordnung.
  • Styroporplatten sind einfach zu verarbeiten, sie werden mit Dübeln befestigt oder geklebt
    In eingebautem Zustand werden keine gesundheitsschädlichen Stoffe freigegeben.
  • Auch die Umweltbelastung hält sich durch die Co2-Schäumung im Toleranzbereich auf.

Nachteile der EPS-Dämmung

  • Styroporplatten sind nicht UV-beständig. Bei längerer Sonneneinstrahlung vergilben sie und werden spröde.
  • Das Material ist diffusionsdicht und kann daher zu Schimmelbidung in Innenräumen führen.
  • Da die EPS-Dämmung im Laufe der Zeit schrumpfen kann, ist eine Fugenbildung möglich, welche die Dämmwirkung beeinträchtigt.
  • Styroporplatten sind zwar schwer entflammbar, entwickeln aber im Falle eines Brandes starken Qualm, welcher gesundheitsschädliche Gase freisetzt.
  • Die Energieaufwendung für die Herstellung von EPS-Dämmungen sind sehr hoch und es wurden klimaschädliche Stoffe ermittelt.

Fazit:

Styroporplatten sind eine kostengünstige und funktionierende Dämmung.
Wer sich lieber an einer umweltfreundlichen Dämmung orientieren möchte, sollte auf natürliche Dämmstoffe zurückgreifen, welche allerdings mit deutlichen höheren Kosten zu kalkulieren sind.

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