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Effektiv und dauerhaft abdichten – so geht Bauwerksabdichtung heute

Kellerabdichtung - Pixabay

Wer ein Gebäude besitzt oder benutzt, wird immer wieder mit dem Thema Feuchtigkeit konfrontiert. Um Schäden durch eindringende Feuchtigkeit am und im Gebäude zu vermeiden, gilt es, betroffene Bauteile effektiv abzudichten. Mit der Wahl des richtigen Verfahrens gelingt die Vermeidung von Feuchteschäden effektiv und kostengünstig.

Warum überhaupt abdichten?

Man sollte meinen, dass massive Bauteile wie Beton oder Mauerwerk doch eigentlich ausreichend widerstandsfähig gegen Feuchtigkeit und Nässe sein sollten. Dem ist aber leider gerade nicht so. Denn obwohl vor allem Beton zunächst weitgehend wasserdicht erscheint, neigt er dazu, Feuchtigkeit sogar aufzusaugen und in sich aufzunehmen. Diese Feuchtigkeit gelangt dann auf Dauer in Form von Diffusion nach innen und wird dort an die Raumluft abgegeben. Weiterhin neigt Beton im Rahmen der Aushärtung zu Schwindrissen, die noch weit mehr Feuchtigkeit sogar in flüssiger Form in das Gebäude leiten.

Kellerabdichtung in Altbauten - PixabayDa sowohl die so beanspruchten Bauteile selbst, als auch die Gebäude insgesamt unter Feuchtigkeit leiden, gilt es, diese möglichst schon am Eindringen in das Bauteil zu hindern. Die gebräuchlichste Methode hierzu ist die Abdichtung. Je nach Anforderung können verschiedene Methoden zum Einsatz kommen. Denn die Beaufschlagung der Bauteile mit Feuchtigkeit kann von normaler Bodenfeuchte über anstehendes Grundwasser bis hin zu drückendem Wasser reichen. Die vorgesehene Abdichtung muss in der Lage sein, auf den jeweils vorliegenden Fall zu reagieren. Ist sie dagegen überdimensioniert, erzeugt sie zusätzliche Kosten ohne realen Mehrwert.

Weitere Informationen zur Keller- oder auch Bauwerksabdichtung werden im folgenden Abschnitt behandelt, können aber auf den konkreten Einzelfall bezogen vor allem in Form einer Beratung vor Ort gewonnen werden.

Gängige Methoden zur Abdichtung erdberührender Bauteile

Die bekannteste Form der Abdichtung ist die bituminöse Abdichtung in Form einer streich- bzw. spachtelbaren Dichtmasse. Landläufig wird hier auch von „schwarz machen“ gesprochen, da die so abgedichteten Kellerwände vor Aufbringen der außenliegenden Perimeterdämmung schwarz in Erscheinung treten. Die Dichtmasse eignet sich ideal für normale Abdichtungen ohne erhöhte Anforderungen. Sie ist in der Lage, selbst kleine Schwindrisse im Beton zu überbrücken und so dauerhafte Dichtigkeit zu gewährleisten.

Boden-und Kellerabdichtung - PixabayBei höheren Anforderungen, vor allem bei anstehendem Grundwasser, ist dagegen die so genannte weiße Wanne eine gängige Abdichtung. Hier wird nicht außen auf den Wänden abgedichtet, sondern die Wände selbst werden wasserdicht ausgeführt. Hierzu kommen verschiedene Maßnahmen in Kombination zum Einsatz. Ein hochwertigerer Beton wird mit einem höheren Anteil an Armierungseisen eingesetzt. Gleichzeitig ist die erforderliche Wanddicke mit mindestens 24 Zentimeter etwas dicker als normale Kellerwände.

Bei besonders hohen Anforderungen, also meist tatsächlich drückendem Wasser, können diese beiden Maßnahmen auch in Kombination für zusätzliche Sicherheit sorgen. Der ohnehin wasserdichte Beton wird dann nochmals mit einer separaten Abdichtung versehen, um möglichen Schwachstellen gezielt vorzubeugen.

Wichtig bei der Abdichtung eines Kellers sind auch die Anschlusspunkte an kritische Bereiche wie Kellertüren oder -fenster. Während bei normaler Bodenfeuchte keine besonderen Maßnahmen nötig sind, können bei der Gefahr ansteigenden Grundwassers schnell sogar wasser- oder gar druckwasserdichte Fenster und Türen nötig werden.

Fazit – So gelingt die Abdichtung von Bauteilen

Die Möglichkeiten zur Abdichtung von Bauteilen im Erdreich sind heute hoch entwickelt und besonders effizient. Dennoch sollte man sich immer bewusst sein, in welchem Maße Feuchtigkeit oder sogar Wasser am Gebäude zu befürchten ist. Denn nur so können die erforderlichen Maßnahmen gezielt auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt werden. Andernfalls drohen dennoch Schäden auf Grund falscher Maßnahmen, oder andererseits überhöhte Kosten wegen einer überdimensionierten Abdichtungsmaßnahme.

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