Heizung/Sanitär/Elektro
Schreibe einen Kommentar

Die Vorteile einer Pelletheizung

Holzpellets - Pelletheizung - Pixabay

Die ständig steigenden Heizkosten sorgen dafür, dass das Thema Heizung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür, sich über eine mögliche Pelletheizung Gedanken zu machen.

Wer Geld sparen und gleichzeitig CO2-neutral heizen möchte, sollte ernsthaft über einen Ofen für Heizpellets nachdenken. Mit Holz zu heizen ist längst keine arbeitsintensive Angelegenheit mehr, die Anwendung ist ähnlich komfortabel wie die Nutzung anderer Brennstoffe auch.

Pellets aus Holzresten

Aus Holzresten werden sogenannte Presslinge produziert, die lose, in Säcken oder in Big Bags geliefert werden. Ein Big Bag ist eine riesige Tragetasche, in die man bis zu 1000 Kilo hineinkippen kann. Gelagert werden Pellets in Silos oder Kellern mit Direktanbindung an den Ofen.

Bei der Direktverbindung, aber auch bei anderer Fütterung des Ofens sollten Sie darauf achten, dass nur Pellets Verwendung finden, die der DIN 51731 entsprechen, bei den übrigen besteht die Gefahr, dass die Schlacke Ihren Ofen verstopfen.

Bei einem Heizkessel mit Vollautomatik werden die Pellets mittels Luftsog zum Kessel befördert. Pellets aus Lagerräumen rutschen auf schräger Fläche in die Saugeinrichtung des Pelletofen – Einzelöfen werden dagegen von Hand, Schöppchen für Schöppchen, befüllt.

Die Alternative zu Gas- oder Ölheizung

Die Nutzung von vollautomatischen Pelletöfen gestaltet sich in der Praxis ähnlich anwenderfreundlich wie eine Öl- oder Gasheizung. Sie arbeiten mit temperatur- und zeitgesteuerten Zündungen vollautomatisch und regeln den Bedarf des Brennstoffs eigenständig inklusive der Brennstoffansaugung. Derzeit erhält man eine hochwertige Pellet-Heizungsanlage, inklusive Lagerbehälter, Fördertechnik und Kessel für rund 17.000 Euro.

Natürlicher Rohstoff Holz - Pixabay

Natürlicher Rohstoff Holz – Pixabay

Unbehandeltes Restholz, zum Beispiel Sägemehl, wird in kleine, zwei bis fünf Zentimeter lange Pellets gepresst, die einen Heizwert von etwa 5kWh je Stunde besitzen. Dies entspricht einer Energiemenge von fünf Liter Heizöl. Dabei ist die Pelletofentechnik durchgängig problemlos anwendungsfähig, die Versorgung mit Pellets jederzeit gewährleistet.

Pelletöfen sind daher inzwischen eine gute Alternative zu Gas und Ölheizungen. Europaweit ist die Herstellung des Heizmaterials standardisiert mit der EU-Norm 15210, um an jedem Ort innerhalb der EU die gleiche Qualität sicherzustellen. Dabei unterscheidet man drei Güteklassen. Man kann die Heizungsanlagen sowohl mit als auch ohne Warmwasserbereitung installieren.

Die Versorgung mit Pellets gestaltet sich einfach und problemlos. Da es sich um einen nachwachsenden Rohstoff aus heimischer Produktion handelt, ist man nicht von ausländischen Lieferanten abhängig. Bei der Verbrennung entsteht Kohlendioxid, welches jedoch im nachwachsenden Holz wieder gebunden wird, die Nutzung kann daher zu Recht als schadstofffrei bezeichnet werden. Pelletöfen, welche gleichzeitig zusätzlich die Warmwasserbereitung betreiben, nutzen die Technik optimal.

Höhere Anschaffungskosten gleichen sich aus

In der Leistungsfähigkeit sind Pelletöfen keinen Beschränkungen unterworfen. Die derzeit am Markt erhältlichen modernsten Anlagen verfügen über einen automatischen Wärmetauscher sowie eine Brennraumreinigung. Dadurch wird eine tägliche Entfernung der Asche unnötig. Andere Wartungsarbeiten unterscheiden sich nicht von denen einer Gas- oder Ölheizung.

Durch die günstigen Brennstoffkosten werden die etwas höheren Anschaffungskosten einer solchen Anlage ausgeglichen. Moderne Anlagen lassen sich gemeinsam mit Solaranlagen oder als Kombibrennanlage nutzen.

Pelletofen - Pixabay

Pelletofen – Pixabay

Die Nutzung der Pelletofentechnik erfordert den Besitz einiger Zubehörteile. Mitsamt dem Ofen wird in der Regel ein Hitze-Schutz-Handschuh geliefert, er vor Verbrennungen und vor Holzsplittern schützt.

Der Transport der Pellets innerhalb der Wohnung macht einen Tragekorb erforderlich, der sinnvollerweise mit Stoff ausgelegt ist, damit der Dreck während des Transportes nicht ins Zimmer rieselt.

Unbestreitbar ist ein dekoratives Kaminbesteck neben einem Pelletofen bzw. Kaminofen ein attraktiver Blickfang, er ist aber auch unverzichtbar bei der Bedienung des Ofens. Der Schürhaken wird für das Nachlegen oder ausrichten der Scheite benötigt, Besen und Schaufel dienen zum Reinigen.

Besonders wichtig ist ein Schutzgitter. Kaminöfen entwickeln eine sehr große Hitze, folglich werden die Scheiben der Öfen extrem heiß. Hier hat man sich schnell unangenehme Verbrennungen zugezogen. Der Schutz ist umso wichtiger, sollten Kinder zum Haushalt gehören.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.