Fassade/Fenster
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Die günstige Fenstermodernisierung

Fenstersanierung - Pixabay

Irgendwann ist es so weit, man kann putzen und wienern so viel man will, die Fenster werden einfach nicht mehr blank. Über die Jahrzehnte sind die Fensterscheiben allmählich blind geworden. Spätestens dann besteht Sanierungsbedarf.

Nun steht die kalte Jahreszeit vor oder besser gesagt schon „in der Tür“, und eine Sanierung würde man eigentlich lieber (wieder einmal) aufschieben. Dennoch sollte man trotz der kalten Jahreszeit im Bedarfsfall schon jetzt darüber nachdenken.

Die kostengünstige Fenstermodernisierung

Es gibt durchaus günstige Varianten bei der Fenster-Modernisierung, denn statt gleich das ganze Fenster auszutauschen, kann auch der Einbau einer neuen Verglasung in Frage kommen. „Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass der Rahmen intakt ist“, erklärt Jochen Grönegräs, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF). Sind Material, Dichtungen und Beschläge noch gut, steht dem Glastausch nach seinen Worten nichts mehr im Wege.

Fenstermodernisierung - Pixabay

Fenstermodernisierung – Pixabay

Wie bei jeder ordentlichen Modernisierungsmaßnahme steht am Anfang eine professionelle Planung und möglichst die Begleitung durch einen unabhängigen Energieberater im Vordergrund. „Beachtet werden müssen dabei zum Beispiel Aspekte wie die Bauphysik, Wärmebrücken, eine mögliche Kondensatbildung und die spätere Gebrauchstauglichkeit“, so Grönegräs.

Das Jahr 1995 stellte eine Art „Zeitenwende“ bei Energiesparfenstern dar. So kann man heute sagen, dass praktisch alle Fenster aus der Zeit vor 1995 energetisch veraltet sind. „Ab 1995 wurden Zweifach-Verglasungen eingesetzt, die aufgrund einer Silberbeschichtung auf der Scheibe und einer Füllung mit Edelgas im Scheibenzwischenraum rund dreimal so gut dämmen, wie die Isolierglas-Scheiben, die in den Jahren beziehungsweise Jahrzehnten davor verwendet wurden“, sagt der BF-Hauptgeschäftsführer.

Nach seinen Worten werden auch die Abstandhalterprofile, die die beiden Scheiben am Rand verbinden, heute aus anderen Materialien hergestellt und haben dadurch eine viel bessere Wärmedämmung.

Schnell und einfach – Glasscheiben tauschen

Der Tausch der alten, unbeschichteten Isoliergläser gegen die gleich dicken, aber sehr gut isolierenden moderneren Versionen macht also Sinn. „Der Tausch an sich ist von einem Experten relativ einfach gemacht“, meint Grönegräs. „Nach einer entsprechenden Prüfung der Gegebenheiten empfiehlt der Fachmann das für den Modernisierer ideale Glas und tauscht es aus.“

Moderne Fenster - Pixabay

Moderne Fenster – Pixabay

Die Montage des Glases läuft normalerweise zügig ab. Das geht deshalb so schnell, weil weder der Putz noch die umgebende Tapete beschädigt werden und sich das Lösen der Dichtprofile und das Einpassen der zuvor maßgenau angefertigten Austauschverglasung zumeist problemlos gestaltet.

Am einfachsten geht der Tausch normalerweise bei Kunststofffenstern, bei denen der Fachmann die Halteleisten ausbaut, das neue Wärmedämmglas fachgerecht einsetzt und den Rahmen wieder schließt. Bei Holzfenstern, in denen die Verglasung im Rahmen versiegelt ist, wird der Glaser den Fensterflügel vielleicht aushängen und den Glaswechsel in der Werkstatt ausführen. Nach dem Einbau ist der Raum dann wieder sofort nutzbar, denn es entsteht kein aufwändig zu entfernender Schmutz.

„Wenn die alten Fenster noch mit Einfachverglasungen ausgerüstet sind, wird Wärme dämmendes Isolierglas allerdings oft nicht in die vorhandenen Rahmen passen“, gibt Grönegräs zu bedenken. Dann sollten, ebenso wie wenn die Rahmen nicht mehr dicht sind, die kompletten Fenster gegen moderne, ausgetauscht werden. Diese sollten dann über eine Dreifachverglasung verfügen.

Tipps und Infos im Internet: Bundesverband Flachglas

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