Energetisches Bauen
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Allergikergerecht bauen

Allergie - Pollen - Pixabay

Roggen, Brennnessel, Traubenkraut, Birke, Gräser – Horrorworte für jeden Allergiker. Zigtausend Menschen in Deutschland leiden alljährlich unter Heuschnupfen, Asthma und tränenden Augen, weil sie die Pollen dieser oder auch anderer Pflanzen nicht vertragen.

Da macht es Sinn, sein Haus oder seine Wohnung bereits von Anfang an Allergiker gerecht zu planen. Dabei sollte man aber nicht nur Gräser, Birke und Co. im Auge haben. Nicht zu vergessen sind Allergien gegen Farben, Leime und Lösungsmittel. Und selbst gegen vermeintlich gesunde Materialien wie Holz, Wolle oder ätherische Öle sind viele Menschen empfindlich. Dazu kommen Allergien auslösende Stoffe wie Schimmel, Hausstaubmilben, Heizungen (Feinstäube) und vieles mehr.

Welche Allergien liegen vor?

Plant man ein Allergiker gerechtes Haus, sollte man deshalb zunächst klären, welche Art von Allergie vorliegt. Dabei kann es durchaus auch sinnvoll sein, eine Grundstücksuntersuchung auf Schadstoffe und Mobilfunk-Strahlung durchzuführen. Geht es um die Bauplanung wäre dann durchaus auch ein spezielles Allergiker-Zimmer mit Pollenschleuse bedenkenswert. Zudem sollten bei der Allergiker gerechten Bauplanung auch die Lage von Küche, Vorrats- und Hauswirtschaftsraum (mit Elektro-Großverbrauchern), Hauptstromleitungen, Heizungssträngen und Wasser-Installationen zur Sprache kommen.

Moderne Lüftungstechnik verwenden

Für die vielen von Heuschnupfen geplagten Menschen ist eine Anlage zur kontrollierten Lüftung Gold wert. Dies ist bei luftdicht gebauten, modernen Effizienzhäusern ohnehin schon Pflicht. Durch die moderne Lüftungstechnik wird gleichzeitig das Raumklima verbessert und die Feuchtigkeit reguliert. Schädliche Schimmelbildung wird damit ausgeschlossen.

Je nach Bauweise der Lüftungsanlagen wird die Zuluft über spezielle Mikrofilter (bei Bedarf auch Aktivkohlefilter) geleitet und kommt so keim- und pollenfrei ins Haus. Der Feinfilter der Lüftungsanlage hält die allergieauslösenden Pollen zurück. Dabei ist es ganz wichtig darauf zu achten, dass die Feinfilter regelmäßige ausgewechselt und die Luftkanäle regelmäßig gewartet und gereinigt werden.

Thema Heizung

Auch die Heizung sollte für Allergiker ein wichtiges Thema sein. „Sogenannte Flächenheizungen (Wand- oder Fußboden) gehören eigentlich zum Muss des Allergiker-Hauses“, meinen Bauexperten. Grund: Durch die ausgewogene Wärmestrahlung wird der gesamte Raum gleichmäßig temperiert. Dadurch gibt es keine warme, trockene Luft und keine Staubaufwirbelungen, die Haut und Lungen belasten könnten.

Innenausbau – Materialauswahl mit Bedacht

Und wie sieht es mit den Bau- und Ausstattungsmaterialien aus? Hier wird es oft problematisch, denn die Bauherren müssen sich auf spezielle Prüf- und Güte-Siegel oder Ähnliches verlassen. Ob Teppichboden, Dämmstoff oder Putz, „es gibt zwar Hunderte von Siegeln, doch leider sind sie nicht immer aussagekräftig“ geben Fachleute zu bedenken.

Auf Gütesiegel achten

Als wichtiges Gütesiegel nennen Experten zum Beispiel „natureplus“. Dieses Zeichen erhalten nur Produkte, die sowohl auf ihre ökologische als auch gesundheitliche Verträglichkeit geprüft wurden. Dazu gibt es genaue Vergabe-Richtlinien.

Dem Produkt dürfen unter anderem folgende Stoffe nicht zugesetzt werden: Weichmacher, Glykolverbindungen, halogenorganische und zinnorganische Verbindungen, Azofarbstoffe, Formaldehydabspalter und anderes. Ähnliches gilt für das Prüfsiegel „toxproof“ des TÜV-Rheinland. Auch hier gibt es in den Vergabe-Richtlinien jeweils eine genaue Auflistung der nicht zulässigen Stoffe.

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